die Wahl des Reisefahrzeuges – Teil 4 Clever Drive 600 Celebration

Das neue Reisefahrzeug ist da und auch die ersten Touren haben wir schon unternommen. Ich kann zwar jetzt noch keine Langzeiterfahrungen berichten, aber für einen ersten Eindruck und einen ersten Vergleich mit meinen bisherigen Fahrzeugen sollte es reichen. Da der überwiegende Teil der Leser dieses Blogs aus der Allradgemeinde stammen dürfte, beschreibe ich etwas ausführlicher, was das für ein Kasten ist.
Das ist er:

Ein von Clever ausgebauter Citroen Jumper mit 150PS, ohne Allrad, 5,99m lang. Damit man auch gar nicht erst auf die Idee kommt, damit in unwegsameres Gelände zu fahren, ist auf dieser Seite eine elektrische Trittstufe und auf der anderen Seite der Auspuff als Rampenwinkelbegrenzer verbaut.

Dafür hat der Celebration etwas zu bieten, was meine bisherigen Fahrzeuge in dem Maße nicht hatten, nämlich Platz!

Hinten sind zwei große Flügeltüren

und hinter diesen

befinden sich Schlafzimmer, Stauraum, Frischwassertank, Gasflaschenkasten und die Heizung.

Die Matratzen sind faltbar und das Lattenrost lässt sich hochklappen.

So sieht es aus, wenn wir unterwegs sind (das Bett ist dann natürlich runter geklappt), der Rest des Gepäcks ist in den unzähligen Schränken, die wir nicht alle nutzen:

Der Gasflaschenkasten ist gleichzeitig die Fitnessecke. Hier zwei 11kg Gasflaschen reinzubekommen, ist ein schönes Workout…

Die Alugasflaschen sind teurer als die grauen Stahlflaschen, aber auch leichter. Trotzdem ist der Gasflaschenwechsel kein Spaß. Es gibt Alternativen, aber ich schau erstmal, wie lange wir mit zwei Flaschen auskommen.
Was gibt es sonst noch? Der Celebration ist ein Sondermodell von Clever, der ein paar nützliche Extras hat: Zum Beispiel eine Fliegenschutztür an der Schiebetür und die schon erwähnte Trittstufe. Man wird ja nicht jünger…

Midges dürften sich allerdings über die Maschenweite kaputtlachen und fröhlich in den Kasten fliegen. Weiterhin sind zwei 95Ah Aufbaubatterien an Bord. Die werden während der Fahrt mitgeladen oder halt, wenn man draußen das Stromkabel anstöpselt. Wenn man ohne Strom rumsteht, soll der Kompressorkühlschrank so 3-4 Tage laufen können. Das reicht für uns. Die Technik ist leicht zugänglich im doppelten Boden hinter den Vordersitzen:

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Zum Cockpit:

Das Radio hab ich direkt inkl. Rückfahrkamera einbauen lassen. Da drüber ist ein Klemmbrett/Tablet Halter, falls man lieber mit sowas navigiert. Auch hier hat man jede Menge Platz, Ablagen und Steckdosen. Klima und Tempomat sind serienmäßig beim Celebration. Die beiden Sitze sind drehbar. Für mich ist das optimal. Ich muss gar nicht mehr aufstehen, sondern mich nur drehen, damit ich am Esstisch sitze🙂
Wenn man beim Essen auf dem Beifahrersitz sitzt, kann man am Tisch noch ne Tischplattenverlängerung rausdrehen, dann ist es noch bequemer.

Alle Seitenfenster sind schwarz getönte Seitz Rahmenfenster mit Fliegengitter und Verdunkelung. Im Dach hat man zwei Dachluken, vorne ne große, hinten überm Bett ne kleine, auch jeweils mit Fliegengitter und Verdunkelung. Die Heizung kann auch warmes Wasser bereitstellen, wahlweise 40°C oder 60°C. Duschen klappt in dem Badezimmer tatsächlich!
Im Küchenblock hat man zwei Flammen und ne Spüle, die ineinander übergehen, was das reinigen sehr leicht macht.

Links kann man noch ne Arbeitsplattenverlängerung hochklappen. Der Kühlschrank ist schön groß und in guter Höhe angebracht. So kann man auch vom Bett aus noch mal an den Kühlschrank…

Das Bad ist klein, aber nach ein paar Beulen hat man raus, wie man sich im Kasten bewegen muss.

brrr, gruselige Bildqualität, ich tausch ein paar Bilder bei Gelegenheit noch mal gegen Bilder aus, die bei mehr Licht gemacht wurden…
Ich hab jetzt bestimmt noch jede Menge Details vergessen, aber für einen ersten Eindruck dürfte es reichen. Viele weitere Detailbilder sind im Fotoalbum für den Kasten.
Die Unterschiede zu meinen bisherigen Reisefahrzeugen dürften auch offensichtlich sein:
Platz und Komfort siegen über Geländetauglichkeit und nette Optik.
Ich freue mich schon auf die nächsten Treffen, wo ich mir sämtliche Späße über mein neues Seniorenmobil anhören darf und alle nur darauf lauern, dass ich nicht mehr aus eigener Kraft vom Gelände komme🙂
Reisen ist jetzt auf jeden Fall viel entspannter als früher: Kein Auf- und Abbau im Regen, Stehhöhe und super Raumklima im gesamten Fahrzeug. Mit voller Blase in ne Vollsperrung auf der Autobahn? Da geh ich doch mal kurz nach hinten… Unterwegs Hunger (kommt bei mir schon mal vor…) – anhalten, Sitz drehen, futtern, Sitz drehen, weiter geht’s. Ach und auch die nächste Tankstelle darf ruhig mal weiter weg sein. Der Celebration hat nen 125L Tank und verbraucht bei gemütlicher Fahrt zwischen 8 und 9 Liter Diesel, das macht also knapp 1400km Reichweite. Momentan kostet der Diesel unter nem Euro, da ist das tanken auch nicht ganz so schmerzhaft…
Die Reisegeschwindigkeit ist wie beim Defender, es geht zwar schneller, aber dann wird es doch arg laut im Kasten. Die Geräuschkulisse während der Fahrt ist nicht mit meinen bisherigen Fahrzeugen vergleichbar. Besonders auf holpriger Strecke rappelt es schon ordentlich. Hier gibt es zwar auch diverse Komfortfahrwerke bis hin zur Luftfederung, aber auch diesmal lautet der Vorsatz: Das Geld soll ins Reisen und nicht in Zubehör fließen! Mal schauen, wie lange der Vorsatz hält…

Fazit bis jetzt: Der Kasten ist für uns das bisher beste Reisefahrzeug – jetzt sehen wir der Rente viel gelassener entgegen🙂

Kategorien: der Kasten, Reiseratgeber | 4 Kommentare

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