Umbau von Lattenrost auf Froli Bettsystem – Teil 1

Wir haben jetzt schon einige Nächte im Kasten verbracht und festgestellt, dass das Bett serienmäßig viel zu hart ist. In den Foren schwärmen viele von einem viscoelastischen Topper, also hab ich so ein Teil vor dem Rømø Urlaub noch schnell bestellt.

Dadurch hat man zwar zunächst den Eindruck, nun endlich ein weiches Bett zu haben, aber während des Urlaubs mussten wir feststellen, dass dieser Eindruck nur beim ersten Hinlegen so ist. Fazit: wir kriegen immer noch Rücken…
Woran das liegt, wird klar, wenn man sich das Bett im Kasten näher anschaut. Man liegt auf drei Matratzenteilen

die wiederum am Kopfende auf viel Holz, zum Teil auf dem Lattenrost und am Fußende auf wenig Holz liegen:

Nur so ein Stückchen Lattenrost zu verbauen macht zwar Sinn, um an die Klappen zu kommen: Am Kopfende ist die Klappe, wo die Truma drunter ist

und am Fußende die Klappe, wo der Wassertank drunter ist.

Für unsere Rücken sind diese Übergange zwischen Holz und Lattenrost allerding murks, auch mit dem Kopf über dem Wassertank zu liegen brachte keine Besserung.
Deshalb hab ich das schon von mir damals im Landy verbaute Froli System bestellt, auf dem wir immer super geschlafen haben.
Doch um die Kreuze mit den Tellern auslegen zu können, braucht man eine ebene Fläche. Die zu bekommen war das Ziel der heutigen Bastelstunde.
Als erstes muss das Lattenrost raus. Dazu muss man nur in dem Fach wo der Wassertank ist, die kleine schwarze Schraube (unten links im Bild) losdrehen:

Dann kann man das Lattenrost rausziehen und komplett entfernen.

Dann sieht es so aus:

Die Idee war, den mittleren Bereich mit ner Siebdruckplatte, die uns beide trägt zu überbrücken und diese auf die Höhe der anderen Bretter zu bringen.
Die beiden Scharniere lassen sich leicht abschrauben.

Maß nehmen…

Wie sich zeigte, laufen die beiden „Wände“ nicht parallel, sondern hinten an der Hecktür ist es etwa einen Zentimeter schmaler als an der anderen Seite.

In der Höhe müssen 5,5 cm überbrückt werden.

Dann hab ich einen Fehler gemacht und bei der Länge des Brettes nicht einfach die Maße des Lattenrostes genommen, sondern so gemessen: 1,36m bis hintere Holzkante.

Doch diesen Fehler hab ich erst später bemerkt… Alles einpacken, auf in den Baumarkt!

Das zugeschnittene Brett hab ich zum Transport auch gleich auf die Brettauflagen gelegt. Bei der linken Flügeltür gab es kein Problem, denn da ist zwischen Hinterkante Brett und Tür noch reichlich Luft.

Doch an der rechten Flügeltür hab ich beim messen den inneren Türöffner nicht bedacht!

Der lag jetzt am Brett an und wenn das Brett noch höher kommt, dann passt es mit der Rundung gar nicht mehr. F.ck! Hab ich natürlich erst zu Hause bemerkt… Immerhin hat die Höhenmessung geklappt:

Von der Siebdruckplatte hab ich noch vier Streifen schneiden lassen. Je zwei Streifen links und zwei rechts auf die Platte geschraubt, ergeben die gewünschte Höhe. Aber erst mal hieß es, noch mal zum Baumarkt fahren und das Brett 3cm kürzen lassen… Jetzt ist es 1,33m lang, so lang wie das Lattenrost…
So, jetzt aber! Scharniere ab

und nicht vergessen, fotografieren, wo man sie versteckt! In dem Karton sind noch Kabel vom Radio…

und natürlich knipsen, wo man den Karton versteckt…

Dann die Latten aufs Brett schrauben:

Die hab ich schlauerweise nicht auch kürzen lassen, weil das eigentlich nicht nötig ist. Eigentlich… denn so sieht das ja schon etwas doof aus…

Türöffnercheck, alles gut!

Aus Erfahrung weiß ich (noch aus Landyzeiten), dass man sich an Kanten von Siebruckplatten gut die Haut aufratschen kann und dass sie blöd aussehen. Im Landy hatte ich deshalb die Siebruckplattenkunst unter selbstklebenden Stoff versteckt. Davon hatte ich noch ne Rolle. Ich sach ja immer, gut wenn man nix wegschmeißt, irgendwann braucht man das wieder 🙂

Mit den Latten hab ich versucht, das ganze möglichst passgenau zu fummeln. Das ist etwas zu gut gelungen. Als ich fertig war, passte das Brett kaum zwischen die anderen. Ich hab das ganze dann gedreht und siehe da, so passte es besser. Denn die seitlichen Klappen soll man ja noch aufmachen können. Dann hatte ich wieder mal nicht die schlauste Idee… Vom Einbau der Brodit Handyhalterung hatte ich noch den „GAP opener“. Mit dem ließ sich prima das Wassertankbrett öffnen:

und man konnte den opener auch prima direkt da lagern:

Doch dann kam ich auf die glorreiche Idee, vom Innenraum aus zu prüfen, ob die Klappen noch aufgehen. Trumaklappe, kein Problem:

Die geht normal per Hand auf. Doch dann… Wassertankklappe auch kein Problem, geht auch von Hand auf…. klimper… verdammt der GAP opener ist neben den Wassertank gefallen!!!

ja, da liegt er nun, unerreichbar, neben einer langen Schraube, die da wohl jemand anderes drin verloren hat…. grmpf!
Was nun? Dann eben das Universaltool für alles im Kasten! Die selbstklebende Fensterdichtung, mit der ich schon alles mögliche entklappert hab: Ein Streifen unters Brett geklebt

Brett zuklappen

und an dem rausguckenden Stück das Brett hochheben:

Wenn man „mal eben“ was am Kasten machen will…
Um das Glück vollkommen zu machen, hab ich beim schließen der Türen festgestellt, dass der Türöffner jetzt doch wieder am Brett anliegt, weil ich das Brett auf den Latten nicht zentriert hatte, sondern es für die umgedrehte Version passend zum Türöffner gemacht hatte. Egal, das bleibt jetzt erst mal so. Es liegt nur knapp an und es ist ja jetzt Stoff dazwischen, da wird nix schaben.
Für heute habe ich fertig, morgen kommen die Frolis, dann kommt Teil zwei des Berichtes…

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Olaf sagt:

    Hallo,
    schön erklärt! Bei meinem Kastenwagen (Knaus) gibt es in jeder „Bodenklappe“ ein Eingriffloch – dadurch erübrigt sich das anbringen von Streifen o.Ä.
    Als „Nebeneffekt“ sorgt dieses Loch auch für Entlüftung.
    Grüße,
    Olaf

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